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Beleidigung bei Klingonen |
Klingonische Kultur basiert auf Kampf und der einfachste Weg
einen Klingonen zum Kampf zu reizen ist ihn zu beleidigen. Daher
überrascht es nicht, dass die Sprache dieses Kriegervolkes reich
an Beleidigungen ist.
Die Kriegerkultur der
Klingonen beruht auf der Ehre des Einzelnen und
der Gruppe. Stolz, Ehre, der Platz in einer
Gruppe Gleichrangiger und die Stellung im größeren
Rahmen der klingonischen Gesellschaft hängen
direkt davon ab, ob und wie gut man kämpft. Da
überrascht es nicht, dass Klingonen viele Varian
ten kennen sich gegenseitig zu beleidigen um
einen Zweikampf oder eine Schlägerei zu
provozieren. Ein beleidigter Klingone ist ein wütender
Klingone, er liebt nichts mehr als den Kampf Ein
ehrenhafter Klingone sieht bei Beschimpfungen
nicht tatenlos zu.In der klingonischen Kultur ist
das Sich-Beleidigen so tief verwurzelt, dass rund
um diesen Brauch eine Art soziales Regelwerk
entstanden ist. Keine Antwort zu geben ist z. B.
oft ebenso gefährlich wie eine falsche Antwort
zu geben.
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Gewalt ist gerechtfertigt |
Von Klingonen wird
erwartet, dass sie bei einer Auseinandersetzung
zuschlagen. Falls nicht, wird dies als mangelndes
Vertrauen in die eigenen Argumente gedeutet. Doch
die Vorgehensweise ist äußerst wichtig. Einen
Klingonen mit der Faust ins Gesicht zu schlagen
ist akzeptabel, ein Schlag mit dem Handrücken
ist eine Herausforderung auf Leben und Tod.Man
darf während eines Streits niemals den Blick von
einem Klingonen abwenden und sich auch nicht
entschuldigen oder rechtfertigen. Selbst Körpersignale
wie ein zu großer Abstand zum Gegner oder zu
leises Sprechen können beleidigend wirken, weil
sie darauf hindeuten, dass die Anwesenheit des
Klingonen einen einschüchtert oder anwidert.
Wohl jede Sprache hat Flüche und Beleidigungen,
die sich kaum übersetzen lassen. Einige
Beispiele dafür sind Jikta, Xko to'val, Gir'nak
tovosor, Ko'tal, ptahk, T'ruk-D'h (ein besonders
vulgärer Fluch) und Yintagh. Da Klingonen die
Ehre über alles geht, macht sie nichts wütender,
als wenn diese beleidigt wird. Wenn ein Klingone
das Gefühl hat, dass er "seiner Ehre
beraubt" wurde, sei es durch Taten oder
durch Worte, kommt es zum Kampf. "Man kann
eine verrostete Klinge nicht beflecken",
lautet eine besonders abfällige Beleidigung, die
unterstellt, dass ein Klingone seine Ehre bereits
verloren hat. Ein gewalttätiger Ausbruch wäre
die erwartete Reaktion, Freiheit ist ein weiteres
hohes Gut. Es ist sehr beleidigend, einen
Klingonen "tokhe straav", einen
willigen Sklaven, zu nennen. Sklaven gelten als
ehrlos, ein wahrer Krieger begeht lieber
Selbstmord, als Sklave, noch dazu ein unterwürfiger
oder williger, zu sein. Klingonen sind sehr stolz
auf ihre Familienclans, Ein sicherer Weg jemanden
zu reizen ist daher ihn Feind des Hauses, "Mok'ta
vor Kash a'VEH", zu nennen. Klingonen, die
nicht auf sofortige Konfrontation aus sind,
sondern nur Überiegenheit zeigen wollen, äußern
abfällig, dass "keiner von euch meines
Blutes oder meines Lebens würdig ist'. Wer
niemals kämpft, wird verachtet, von Personen,
die sich nicht durch Worte reizen lassen, wird
oft gesagt, dass der "Feigling nicht den Mut
hatte sich zu stellen". Auf ihre Volksehre
sind die Klingonen ebenfalls sehr stolz. Es ist
äußerst beleidigend, wenn ein Klingone seinem
Volk den Rücken zukehrt. Kein Krieger duldet das.
Klingonen, die andere Spezies in irgendeiner
Weise über die eigene stellen, werden
herausgefordert. Beispiele dafür: "Dein
Blut hat kein Feuer. Du bist schwach wie sie. Es
ist mir gleichgültig, wie du aussiehst. Du bist
kein Klingone." "Sie haben unser
Geburtsrecht verschleudert um im Schlaf zu
sterben".und "Dieser Frieden lässt das
Klingonenherz in meiner Brust verdorren und
sterben", sind andere beleidigende
Redewendungen.
Klingonen, die wie Worf
unkonventionelle Entscheidungen für ihr Leben
getroffen haben, werden oft wegen ihres Kontakts
zu Nicht-Klingonen verspottet-Wie ist es für den
Jäger, sich mit der Beute hinzulegen? Haben sie
dich gezähmt? Warst du schon immer so sanft? Ist
dein Herz voller Frieden? Beflügeln glorreiche
Schlachten deine Träume nicht mehr?" Diese
Fragen sollen aufhetzen und sind für Klingonen
kaum zu ertragen, Viele Beleidigungen der
Klingonen sind eigentlich Schlachtrufe. So
bedeutet "Bosh to-Ka achee" "ihn töten";
"MokKRA" "den ersten Treffer
erzielen"; "Nitokor bak'to" ist
ebenso vvie die ominöse Redensart 4000 Kehlen
kann ein rennender Mann in einer Nacht
durchschneiden" als Schlachtruf weit
verbreitet. Am bekanntesten ist der Ausspruch
"Heute ist ein guter Tag zum Sterben".
Vor dem Kampf klopft man oft großspurige Sprüche:
"Das ist dein Tod"; "Eines Tages
werde ich über deiner zerfetzten Leiche stehen
und auf den Sieg von [Durasl trinken";
"Du weißt nicht wie ich mich darauf freue,
dich im Kampf zu töten"; "Ich werde
dir eine Lektion erteilen, die du so schnell
nicht vergisst", "Ich hoffe, du magst
Schmerz"; "Ich schneide dir eigenhändig
die Zunge heraus"; "Dein Blut weist den
Weg in die Zukunft; denke an diesen Tag";
"Du kämpfst wie ein Ferengi"; "Ich
mag dein Grinsen nicht. Vielleicht sollte ich dir
ein neues schneiden" All diese Sprüche
fordern den Zorn des Gegners heraus und
garantieren einen guten Kampf.
Der reichhaltige klingonische Schimpfwortschatz
greift nicht nur auf die Landesbräuche, sondern
auch auf andere, "schwächere", fremde
Völker, Tiere und widerliche Personen zurück um
Beleidigungen auszudrücken: "Du bist wie
eine zahnlose alte Grishnar Katze, die uns mit
ihrem Gebrüll schrecken will"; "Du
bist nicht mehr als ein cardassianischer Schoßhund";
"Dein Captain kriecht wie ein TieC; "Du
bist ein störrisches, lästiges Qu'vatlh" [ein
dem terrestrischen Esel ähnliches Tier); "Möchtest
du lieber ein alkoholfreies Erdengetränk?;
"Menschen zu hassen ist leicht, sie sind
schwach und weich"; "Bist du ein
Krieger oder ein alverianischer Mistkäfer?";
"Du konntest noch nie mit Blutwein umgehen.
Du klingst wie ein schniefender Ferengl, der
einem Verlust nachweint." Denlb Gatlh (denebianischer
Schleirnteufel) und Ve Odui (Müllkutter) sind
andere Schimpfwörter, mit denen Klingonen haufig
um sich werfen. Man sollte daran denken, in der
Anwesenheit von Klingonen diese Beleidigungen und
Herausforderungen auf eigenes Risiko zu verwenden
und auf die Folgen vorbereitet sein. |