|
Fast ein Jahrhundert lang
waren Klingonen Rivalen und Feinde. Die erste Begegnung mit der
Föderation fand im Jahr 2218 statt. Die Übereinkunft von
Khitomer brachte endlich Frieden mit dem kriegerischen Volk.
Die Klingonen sind ein
kriegerisches Volk, zu dessen wichtigsten
Eigenschaften Stolz und Aggressivität zählen.
Tradition und Ehre spielen für sie eine wichtige
Rolle. Ihre Gesellschaft ist schon immer militärisch
strukturiert gewesen. Aufgrund ihrer ständigen
Kampfbereitschaft geniessen Klingonen grossen
Respekt in der Galaxis.
Von Natur aus sind die Klingonen gut auf den
Kampf vorbereitet. Sie sind sehr stark und
bleiben auch nach schweren Verletzungen einsatzfähig.
Dies verdanken sie dem Umstand, dass in ihrem Körper
alle wichtigen Organe doppelt vorhanden sind. Die
klingonische Sprache bezeichnet das als brak'lul.
Deshalb sind die Klingonen hervorragende Krieger
- vor allem im Nahkampf.
Die Klingonen verfügen über eine hoch
entwickelte Technik, die Medizin ist davon jedoch
ausgenommen. Der Grund dafür: In der
klingonischen Gesellschaft gilt der Tod im Kampf
als höchste Ehre. Im Leben eines tapferen
Kriegers ist das die Krönung, seine Seele wird
befreit. Von einem verwundeten Klingonen, der
nicht mehr kämpfen kann, erwartet man das Hegh'bat
(wörtlich: "Zeit zum Sterben") - einen
rituellen Selbstmord, der dem japanischen
Harakiri ähnelt. Wie bei vielen anderen Völkern
in diesem Teil der Galaxis ist die DNS der
Klingonen mit der menschlichen kompatibel.
Dadurch sind Mischlinge möglich, die allerdings
selten vorkommen. Die Ähnlichkeiten der DNS sind
das Ergebnis eines gemeinsamen Ursprungs vor etwa
vier Milliarden Jahren. Damals "säte"
ein humanoides Urvolk seine eigene DNS auf vielen
Planeten der Klasse M aus.
Ein
typisches Beispiel für klingonische Kultur
findet man im Alten Viertel
der Ersten Stadt. Dort liebt man es,
Nachtlokale zu besuchen, die auf Nichtklingonen
wie exklusive, allerdings von Gangstern
frequentierte Klubs wirken. In den Nachtlokalen
der Ersten Stadt ist die Gewaltbereitschaft so
gross, dass viele Verbrechen in aller Öffentlichkeit
stattfinden, ohne dass jemand Anstoss daran nimmt.
Doch dieser Aspekt des klingonischen Wesens
sollte nicht davon ablenken, dass Klingonen ein
ausgeprägtes Ehrgefühl besitzen, auch und vor
allem im Kampf.
Für
die Klingonen ist Kahless der Unvergessliche
praktisch heilig. Zwölf Tage und Nächte lang kämpfte
er gegen seinen Bruder Morath, weil der mit einer
Lüge Schande über die Familie gebracht hatte. Für
Generationen wurde er dadurch zum Vorbild eines
stolzen Kriegers. Commander Kang war der erste
Klingone, der erkannte, dass man Siege auch
erringen kann, wenn man friedlich mit den
Menschen zusammenarbeitet. Im Jahr 2268 verbündete
er sich mit Captain Kirk. Damals hielt die Entität
von Beta XII-A die Besatzungen der Enterprise und
des klingonischen Schiffes gefangen. Kirk und
Kang fanden eine friedliche Lösung, das fremde
Wesen zu besiegen. Ein weiterer Klingone namens
Gorkon, Kanzler und Vorsitzender des Hohen Rates,
sprach sich für eine Zusammenarbeit mit der Föderation
aus. Doch im Jahr 2293 machte sich die
klingonische Feindseligkeit erneut bemerkbar:
Gorkon wurde ermordet, zum Glück zu spät, um
den Friedensprozess aufhalten zu können.
Klingonische Kriegstreiber versuchen häufig,
Friedensbemühungen von anderen zu durchkreuzen.
|