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Viele Spezies im Alpha und Beta Quadranten betrachten die Ferengi als
anrüchige Diebe, die moralische Werte zugunsten der Jagd nach Profit
aufgegeben haben. Diese oftmals geschmähte Spezies kann jedoch auf eine
Geschichte zurückblicken, die mehrere tausend Jahre zurückreicht, auch
wenn sich dabei vieles um persönliche Bereicherung dreht.
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Das Verhandlun geschick der Ferengi
ist überall in der Galaxis bekannt und gefürchtet.
Als
Quarks Ex-Frau
Grilka finanzielle Probleme hat, bittet sie ihn um Hilfe. Er kann
ihr sehr schnell helfen. |
Den Mittelpunkt der
Ferengi-Kultur bildet der Große Nagus. In seiner Position als
Ferengi-Handelsmeister besitzt er enorme Macht über die Geschäfte der
Ferengi und kontrolliert persönlich die Erschließung von
Handelsterritorien und andere kommerzielle Belange. Er ist der
ranghöchste Ferengi auf dem Planeten Ferenginar. Seiner Machtposition
entsprechend wird der Große Nagus respektiert, aber auch gefürchtet. Ein
Wort, eine Bewegung seines all-gegenwärtigen Zepters – und Reichtümer
können entstehen oder vernichtet werden. Es verwundert nicht, dass sogar
der reichste Ferengi-Händler ehrfürchtig niederknien wird um das Symbol
des Nagus auf dessen Zepter zu küssen – auch wenn dieses von einem
anderen gehalten wird. Der gegenwärtige Große Nagus heißt Zek. Wenn sich
männliche Ferengi versammeln (weiblichen Ferengi ist es verboten, sich
an öffentlichen Plätzen zu zeigen), kommt das Gespräch schnell auf
geschäftliche Themen. Fast alle sozialen Werte der Ferengi basieren auf
Reichtum und finanzieller Ruchlosigkeit, die bei einem männlichen
Ferengi als bewundernswerte Eigenschaften gelten. Die Anhäufung von
Gewinnen ist für die Philosophie der Ferengi so bedeutend, dass zwei
Mitglieder dieser Spezies, die im barzanischen Wurmloch verloren gehen
und Lichtjahre entfernt im Delta-Quadranten wieder auftauchen, als
Erstes daran denken, wie sie die Planeten in diesem Gebiet des Weltalls
ausnehmen können.
Das Verhalten der Ferengi
wird von den Erwerbsregeln gelenkt und bestimmt. Die Regeln wurden
vom ersten Großen Nagus Gint zu Papier gebracht. Die erste Regel,
die er aufschrieb, lautete: „Selbst in den schlechtesten Zeiten gibt
es jemanden, der Profit macht." Obwohl dies die erste Regel war, gab
Gint ihr die Nummer 162. Mit dieser gerissenen Marketingstrategie
erzeugte er sofort eine Nachfrage nach den anderen 161 Regeln. Die
Erwerbsregeln der Ferengi sind mehr als eine bloße Ansammlung von
Vorschriften. Jedes Ferengi-Kind muss diese moralischen Leitsätze
seines Volks nicht nur auswendig lernen, sondern ihnen sein ganzes
Leben widmen.
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Die Ferengi fürchten einen
Besuch der FHK. Quark ist mittlerweile ein sehr vertrautes Gesicht
für Liquidator Brunt. Die beiden sind zu Erzrivalen geworden.
Quarks _ Praktiken sind oft äußerst unorthodox. |
Die Organisation, die die
Erwerbsregeln durchsetzen soll, ist die Ferengi-Handelskammer. Die bloße
Erwähnung der FHK lässt Ferengi in allen Winkeln der Galaxis
zusammenzucken. Während einige Einrichtungen nur auf Ferenginar von
Bedeutung sind, besitzt die FHK Macht über alle Handelsvereinbarungen
mit der Ferengi-Allianz – egal, wo diese sich abspielen. Die FHK
überwacht Gewinne, Familie, Grundbesitz, Geschäfte und Vermögen jedes
Ferengi. Der FHK müssen einmal jährlich die erwirtschafteten Gewinne des
letzten Jahres mitgeteilt werden. Eine falsche Mitteilung ist dabei
nicht ungewöhnlich. Viele Ferengi „vergessen" einige ihrer Gewinne
anzugeben. Wenn die FHK erfährt, dass es sich um falsche Angaben handelt
oder dass jemand Ferengi-Gesetze nicht beachtet, sind die Strafen
gravierend. Die FHK schickt einen Registrierten Liquidator, der das
Geschäft übernimmt. Wenn der Liquidator nicht bestochen werden kann,
teilt er dem für diesen Verstoß verantwortlichen männlichen Ferengi mit,
welche Strafe ihm auferlegt wurde und wie viel Zeit er hat um diese
Aufgabe zu erledigen. Dann schließt der Liquidator jeden privaten
Betrieb, indem er einen Erlass mit dem Symbol der Allianz und mit der
Angabe des Verstoßes an der Wand anbringt. Das Geschäft bleibt so lange
geschlossen, bis die FHK zufrieden gestellt ist. Wenn ein Ferengi einen
Vertrag mit einem anderen Ferengi bricht, wird alles, was er und seine
Familie besitzen, konfisziert und versteigert. Seine Mutter muss auf der
Straße um Lebensmittelreste betteln. Kein Ferengi wird mehr mit ihm
reden oder Geschäfte betreiben. Er wird von seinem Volk geächtet.
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Profit zu
machen beherrscht jeden Aspekt im Leben eines Ferengi. Die
meisten Gebäude, Privathäuser wie Geschäfte, verlangen vom
Besucher Eintritt, auch wenn es sich um Angehörige handelt. |
Wer einen Besuch auf Ferenginar
plant, sollte viel Latinum mitbringen – auf Ferenginar ist nichts
kostenlos. Die Ferengi halten eine Sache, die keinen Preis hat, für
wertlos. Ferengi-Kinder müssen Verantwortung übernehmen. Sie helfen im
Betrieb der Familie. In der Schule sind Ökonomie, Mathematik und
Business die wichtigsten Unterrichtsfächer. Wenn ein männlicher Ferengi
das Aufstiegsalter erreicht, werden alle seine Besitztümer bei einem
Basar verkauft. Der junge Ferengi verreist dann mit dem Gewinn, den er
dabei erzielt hat. Dies ist sein erster Schritt hin zum Erwachsensein,
das immer von der Jagd nach Gewinn bestimmt sein wird. |