|
Das Dominion gewinnt Kriege durch Intrigen. Drohungen
und direkte militärische Aktionen. Welten, die sich dem Anschluss
widersetzen, steht eine Niederlage bevor, die noch viel schlimmer ist
als eine Kapitulation.
Das
Dominion, einer der gefährlichsten Gegner, mit denen die Föderation
je zu tun hatte, setzt äußerst wirkungsvolle Strategien ein. Anstatt
wie beispielsweise die Klingonen den Gegner direkt anzugreifen führt
das Dominion erst einmal tödliche Anschläge auf Ziele im
Alpha-Quadranten aus. Diese sind besonders gefährlich, da ein
verheerender Schlag oft bereits ausgeführt ist, bevor der Angriff überhaupt
identifiziert werden kann. Die tödlichste Waffe des Dominion sind die
Jern'Hadar, doch das Entsenden von Truppen ist oft erst der letzte
Schritt der Gründer. Der erste strategische Zug besteht darin,
Verhandlungen aufzunehmen und Wellen zum Beitritt in das riesige
Imperium zu zwingen anstatt sie zu erobern.
Welten, denen die Mitgliedschaft im Dominion angeboten wird, sollten nie
vergessen, dass die Eroberung das eigentliche Ziel des Dominion ist:
In allen ihren Partnerschaften oder Allianzen besteht kein Zweifel
daran, wer tatsächlich die Macht innehat. Viele Welten im Dominion
des Gamma-Quadranten haben die Gründer noch nie gesehen. Die Vorta
sind die Verbindung zu den jeweiligen Führern und verhandeln über
Mitgliedschaften, Auf einigen Welten ist man nicht einmal davon überzeugt,
dass die Gründer wirklich existieren. Jede Welt, die sich ihnen
widersetzen will, wird mit Racheakten überzogen, die schlimmer sind
als jede Form der Unterwerfung den meisten Fällen genügt der Ruf der
Jem'Hadar um Planeten zum Einlenken zu bewegen, und die Drohung mit
einem Jem'Hadar. Angriff reicht aus um eine Kapitulation zu erzwingen.
Doch im Fall eines Planeten im Teplan-Systern war selbst dieser
Angriff nicht Strafe genug: Das Dominion setzte eine tödliche Seuche,
den Brand, frei. In nur zweihundert Jahren fiel der Planet von einer
Zivilisation mit großen Städten und Raumschiffen zurück in ein
dunkles Zeitalter, Vom Dominion zerschlagen, dient er als Beispiel dafür,
welch große Fehlentscheidung ein Widerstand sein kann.
Die Vorta fielen ebenfalls den
Dominion zum Opfer, doch nachdem sie auf dessen Linie eingeschwenkt
waren, wurden sie zu einem wertvollen Mitglied und erhielten sogar
eine gewisse Macht. Das ist der Raffinierteste Aspekt der Strategie:
Zwar wird die vorn Dominion gewährte Macht für immer durch die Gründer
kontrolliert, aber immerhin ist es Macht. Das kann geschwächte
Imperien dazu bewegen, sich in die, Sicherheit des Dominion zu
begeben. So gnadenlos es auch sein kann, achtet es doch
Nichtangriffspakte und scheint friedliche Einigungen Kriegen
vorzuziehen vorausgesetzt der Frieden erfolgt zu seinen Gunsten. Die
Mitgliedschaft bringt also einige Vorteile mit sich, und da auch die
eigenen Gegner geschlagen werden steht man auf der Seite der Sieger.
Durch die Entdeckung des bajoranischen Wurmlochs ergibt sich für das
Dominion ein völlig neues Gebiet, das erobert werden kann und das über
mächtige Allianzen verfügt, die die Raumfahrt beherrschen. Doch das
Dominion trifft keine Übereilten Entscheidungen. Es wartet auf dein
richtigen Zeitpunkt und denkt in größeren Dimensionen, zum Beispiel
was sich in einem Jahrzehnt oder in einem Jahrhundert eieignen wird.
Ob sich die Strategie des Donninion im Alpha-Quadranten von der im
Gamma-Quadranten unterscheidet, ist nicht klar, doch seine Politik des
Teilens und Herrschens ist äußerst effektiv. Zuerst halten sich die
Gründer im Hintergrund und lassen Besucher aus dem Alpha-Quadranten
durch die Jern'Hadar bedrohen, damit jene in ihrem eigenen Territorium
bleiben. Trotzdem schließen sie mit den Ferengi Handelsabkommen.
Vielleicht stellen die mehr an Profit interessierten Ferengi keine so
große Gefahr für die machthungrigen Gründer dar.
Als offensichtlich wird, dass die Föderation und andere Spezies aus
dem
Alpha-Quadranten nicht auf ihrer Seite des Wurmlochs bleiben, ändern
die Gründer ihre Strategie. Sie tragen Informationen über die Feinde
zusammen und infiltrieren höhere Machtränge um Paranoia zu
verbreiten und Allianzen zu schwächen. In relativ kurzer Zeit haben
sie beinahe einen Militärputsch auf der Erde verursacht und zwischen
Klingonen und Cardassianern ist ein Krieg ausgebrochen. Eine Flotte
aus Cardassianern und Rornulanern wird vernichtet, als sie versucht
die Heimatwelt der Gründer auszulöschen, Die Cardassianer gehen aus
dieser Niederlage deutlich geschwacht hervor. Kurz darauf
unterzeichnen die Romulaner einen Nichtangriffspakt um sich zu schützen
und die Cardassianer müssen erkennen, dass sie sich dem Dominion
lieber anschließen sollten, wenn sie es nicht besiegen können. Von
zwei Feinden ist einer bereits zum Verbündeten geworden. Die
Romulaner werden zwar schließlich mit einem Trick in den Krieg gegen
das Dominion hineingezogen, aber so wird die Bedrohung eine Zeit lang
abgewehrt. Der erste große Sieg ist erreicht, ein weiterer folgt, als
Bajor - durch seine Nähe zum Wurmloch am ehesten betroffen -- seinen
Beitritt zur Föderation zurückste,lit, damit es einen
Nichtangriffspakt mit dem Dominion unterzeichnen kann. Dieser soll
dafür sorgen, dass der Planet in einem Krieg zwischen Dominion und
Föderation nicht ins Kreuzfeuer gerät und vielleicht ausgelöscht
wird.
Die offene Aggression des Dominion läuft der Strategie
friedlicher
Verhandlungen zuwider, doch nach wie vor ist man bestrebt, als gütiger
Herrscher zu erscheinen. Das Dominion hält seine Verträge ein und
schützt diejenigen, die zu ihm gehören. Entsprechend dem Nicht
Angriffspakt verweigert es Cardassia den Wunsch Bajor zu vernichten,
und gewährt sogar dringend benötigte Hilfe. Der Drang der Gründer
andere zu unterwerfen ensteht weniger aus Hass als vielmehr aus einer
Unsicherheit und der Ansicht heraus, die durch ihre, jahrhunderte lange
Verfolgung durch die "Festen" entstanden ist und besagt,
dass sie nur dann sicher sind, wenn sie die völlige Kontrolle
besitzen. Im Rahmen genau festgelegter Schemata gewährt das Dominion
den Mitgliedern ein gewisses Maß an Selbstverwaltung. Die örtliche Bürokratie
bleibt erhalten ;die Vorta bewahren eine freundliche Haltung.
Mitglieder werden schon bald ein Teil der Propagandamaschinerie des
Dominion indem den Bewohnern gezeigt wird, dass Weniger Schaden
entsteht, wenn die Autonomie aufgegeben wird, als wenn man bis zum
sicheren Tod kämpft. |