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» Logbuch » Star Trek: Raumschiff Enterprise » Staffel 1 |
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Kirk, Sulu und vier weitere Männer
befinden sich auf dem Planeten Alpha 177, um Gesteinsproben zu
sammeln. In der Nacht wird es bitterkalt werden. Der
Geologietechniker Fisher verletzt sich und lässt sich an Bord beamen.
Schon hier klappt das Beamen nicht reibungslos, und an Fishers
Uniform haftet ein gelbes Mineral, das die Transporterfehlfunktion
hervorgerufen haben könnte. Wenig später wird Kirk an Bord gebeamt.
Er fühlt sich schon nicht gut, und Scotty begleitet ihn auf die
Krankenstation. Daher bekommt niemand mit, wie sich der Transporter
von selbst aktiviert und ein zweiter Captain Kirk materialisiert.
Der defekte Transporter hat Kirk in eine gute und eine böse Hälfte
gespalten. Die gute Hälfte ist sanft und gutmütig, aber auch nicht
in der Lage, eine Entscheidung zu treffen. Die schlechte Hälfte
dagegen ist wild und heftig wie ein Tier.

Diese böse Hälfte verlangt in der
Krankenstation von McCoy eine Flasche Brandy und fällt dann Janice
Rand in ihrem Quartier an. Nachdem Janice sich erfolgreich gewehrt
hat, lässt Kirk von ihr ab und verschwindet aber nicht ohne vorher
noch Fisher niederzuschlagen, der den Angriff mitbekommen hat und
Spock informieren will. Die gute Hälfte Kirks weiß natürlich von
nichts und ist erstaunt, dass er Janice angefallen haben soll. Die
böse Hälfte hat inzwischen auch den Techniker Wilson überfallen und
seinen Phaser erbeutet.

Inzwischen wurde ein
hundeähnliches Wesen vom Planeten hochgebeamt und ebenfalls in zwei
Individuen aufgespalten. Da fällt Kirk ein, dass auch von ihm zwei
Versionen existieren könnten. Zusammen mit Spock untersucht er die
Frachträume und trifft dort auf seine andere Hälfte, die ihn mit
einem Phaser bedroht. Spock legt den Doppelgänger mit seinem
Nackengriff lahm, doch dieser feuert davor noch mit seinem Phaser
und trifft dabei den Ionisator des Transporters, der dadurch völlig
ausfällt. Auf dem Planeten wird es indessen immer kälter. Sulu
erwärmt mit seinem Phaser mehrere Steine, doch das hält nicht lange
an. Auch die Decken nützen nicht mehr viel. Die Männer drohen zu
erfrieren.

In der Krankenstation liegt die
böse Kirk-Hälfte im Sterben. Kirk redet seinem Doppelgänger gut zu,
und der erholt sich dadurch wieder. Spock macht eine psychologische
Analyse des Phänomens und stellt fest, dass die eine Hälfte ohne die
andere nicht existieren kann. Scotty ist es indessen gelungen, den
Transporter zu reparieren, und er beamt beide Hunde auf den Planeten
und wieder zurück. Die beiden Hälften wurden dadurch wieder vereint,
aber der Hund hat den Prozess nicht überlebt.

McCoy fürchtet, dass der
Transporter doch nicht wie erwartet funktioniert, aber für Spock ist
die Sache klar. Das Tier war in zwei Hälften gespalten und völlig
verängstigt, als die Hälften wieder zusammengefügt wurden. Das Tier
starb daher an einem Schock. Doch Kirk kann als intelligentes Wesen
diese Angst überwinden. In der Krankenstation überfällt die böse
Hälfte die gute und geht als der gute Kirk auf die Brücke und
befiehlt, den Orbit zu verlassen. Doch da kommt auch die gute Hälfte
dazu, und jeder behauptet, der gute zu sein. Die Brückencrew ist
verwirrt und weiß nicht, was sie machen soll. Aber da bricht die
böse Hälfte weinend zusammen, und Spock beamt beide Kirks auf den
Planeten und holt einen Kirk wieder zurück. Die beiden Hälften Kirks
sind wieder vereinigt, und die erfrierenden Männer können noch
rechtzeitig auf das Schiff zurückgeholt werden.
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Der
deutsche Titel fragt mit einer mathematischen Gleichung, was passiert,
wenn Kirk zweigeteilt wird. Das Hauptproblem dieses relativ vernünftigen
Titels ist, wie man ihn aussprechen soll. Viele werden lesen: „Kirk
geteilt durch zwei ist gleich Fragezeichen“. Herbert Weicker (als
Stimme von Leonard Nimoy) spricht dagegen in dem Wie alles begann-Special
von „Kirk durch zwei ist wie viel“. Der Originaltitel (ÜB: „Der
Feind im Innern“) bezieht sich auf das Böse, das scheinbar in jedem von
uns steckt, worauf auch in der Episode Bezug genommen wird.
In dieser Folge bekommen wir den
allerersten Transporterunfall in der Geschichte von Star Trek zu sehen.
Auch in TNG, DS9, VOY oder ENT können wir weiter Transporterunfälle
beobachten. Bei diesen Unfällen werden unter anderen Erwachsene zu Kindern
("Erwachsene Kinder" TNG), zwei Personen verschmelzen zu einer ("Tuvix"
VOY), Personen verdoppeln sich ("Riker : 2 = ?" TNG)...
Auch wenn man mit solchen
Transporterunfällen in Star Trek leben muss ist es erstaunlich das ein
Transporter die guten und die schlechten Eigenschaften einer Lebensform
trennen kann. Die Idee ist trotz dieser Herleitung ziemlich faszinierend
und originell. Ein Charakter eines Menschen in zwei Hälften geteilt, die
eine mit allen positiven, die andere mit allen negativen Eigenschaften und
dennoch brauchen sich beide Hälften, da sie ohne die andere hilflos ist.
In der Episode gibt es einen Einblick in die menschliche Psyche, die
durchaus realistisch ist. Das Ganze ist eine Variante des Dr. Jekyll und
Mr. Hyde Themas.
Also eine durchaus gute Ausgangsposition
für eine gute und fesselnde Episode. Leider gibt es dann aber bei der
Umsetzung einige Probleme. Es wurde leider zu oft vergessen einen
Unterschied zwischen dem normalen Kirk, den wir aus allen anderen Folgen
kennen und dem unsicheren Kirk zu machen. In sehr vielen Szenen merkt man
von Kirks Unfähigkeit Entschlüsse zu fassen wenig. Zu Beginn wirkt er
völlig normal, auch später scheint seine Unsicherheit nur manchmal
aufzutreten, der böse Kirk hingegen ist die ganze Zeit und von Anfang an
böse.
Leider wird nicht erklärt warum der
Transporter Kirk und den Hund in jeweils zwei Wesen teilt. Entweder lag es
an dem gelben Mineral was Geologe Fisher am Overall hatte oder es gab
einen ganz anderen Grund.
Hinzu kommt, dass die Führungscrew der
Enterprise erstaunlich langsam schaltet und so gut wie überhaupt nix
kapiert. Da wäre die Szene als der "böse" Kirk in die Krankenstation kommt
und einen Brandy verlangt. Nun McCoy wusste natürlich nicht was los ist,
aber er hätte ihn wohl zumindest untersuchen sollen, schließlich kam Kirk
gerade von einem fremden Planeten, hätte ja sein können, dass er eine
Krankheit mitgebracht hat, jedenfalls ist es sicher nicht normal, dass er
herumspaziert und nach einem Brandy verlangt. Als Scotty dann auch noch
die zwei Hälften des Hundes präsentierte, hätte eigentlich der ganzen Crew
mindestens aber Spock als logisch denkendes Wesen klar sein müssen, dass
bei Kirk ebenso die Möglichkeit besteht, dass er in zwei Hälften gespalten
wurde.
Ebenso inkompetent zeigt sich Spock, als
der "böse" Kirk auf der Brücke auftaucht und befiehlt, den Orbit zu
verlassen. Spock hätte klar sein müssen, dass die gute Hälfte keine solche
Entscheidung getroffen hätte, bzw. gar nicht in der Lage gewesen wäre eine
solche Entscheidung zu treffen.
Der Nebenhandlungsstrang um das
Außenteam auf dem Planeten ist etwas merkwürdig und wurde wahrscheinlich
nur eingeführt um etwas Zeitdruck zu schaffen. Die Logik dabei hapert ein
bisschen. Denn die Crew auf dem Planeten wäre bei den dünnen Uniformen
schon längst erfroren und diese Decken sahen ebenfalls sehr dünn aus. Mit
dem heutigen Star Trek-Wissen wirkt dieser Handlungstrang überholt, da man
heutzutage einfach ein Shuttle hätte nehmen können, aber zu damaliger Zeit
(zum Beginn von Star Trek) hatte noch kein Produzent die Idee eines
Shuttles gehabt.
Zur abschließenden Bewertung kann man
sagen, dass die Handlung eine interessante Grundidee hat, mit einem
gewissen Tiefgang, aber leider einige Schwächen in der Logik hat. Spannend
ist die Folge aber trotzdem, wobei die Spannung im zweiten Teil etwas
sinkt, auch wenn manchmal etwas zwanghaft versucht wurde, mehr Spannung
aufzubauen.
Auf der Enterprise sieht man außerdem
nur die Standardkulissen, der Planet ist der rote Planet mit den weißen
Wolken den wir noch öfters in der 1. Staffel zu sehen bekommen, der
Frachtraum ist gleichzeitig der Maschinenraum, und auch die Oberfläche
sieht man nur ganz kurz.
Für damalige Verhältnisse wurden die
Doppelgänger-Szenen, wo man einen der beiden Kirks immer von hinten sehen
kann, gut umgesetzt.
| Spannung: |
Effekte: |
Handlung: |
Gesamt: |
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Kirk degradiert sich in seinem Logbuch
zweimal zum Commander.
Als beide Kirks auf der Enterprise
ankommen fehlt das Schiffszeichen auf der linken Brustseite an der gelben
Uniform. In den nächsten Szenen ist es jedoch wieder da wo es sein sollte.
In der Überblendszene im Maschinenraum
(einmal Lagerraum genannt, wohl ein weiterer Fehler), kurz nach Spocks
Nackengriff, ist das Bild, ohne erkennbaren Grund, für einen Moment
rot gefärbt.
Am Biobett, das gerade benutzt wird,
wird nichts angezeigt.
Obwohl auf dem Planeten einige
Besatzungsmitglieder gefroren haben, wurde kein Shuttle benutzt. Zu diesem
Zeitpunkt waren Shuttleflüge wegen der nichtvorhandenen Kulisse noch nicht
vorgesehen.
Als die Kirks sich auf der Brücke
streiten, ist mehrmals der Hauptschirm zu sehen. Es befinden sich aber
keine Lauflichter darunter, und der Rahmen ist schwarz statt blau.
Es gibt noch einen weiteren kleinen Fehler in der
Brückenszene. Als sich beide Kirk-Hälften gegenüber stehen, sind die drei
Kratzer beim bösen Kirk auf einmal auf der falschen Wange, nämlich auf der
linken, statt auf der rechten. |
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Bei Star
Trek TNG gibt es die Folge 150 "Riker : 2 = ?". Der deutsche Titel war
offenbar als Hommage an die Original-Serie gedacht. Hier wird allerdings
Riker durch den Transporter nicht in zwei Hälften geteilt, sondern er wird
kopiert, so dass es zwei Rikers gibt (William & Thomas Riker). Deswegen
wäre eigentlich "Riker * 2 = ?" der sinnvollere Titel. |
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Regie:
Leo
Penin
Buch:
Richard
Matheson
Prod-Nr:
04
Sternzeit:
1672.1
Forum:
Kirk : 2 = ?
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Grace Lee Whitney
Janice Rand
Jim Goodwin
Navigator Lieutenant
John Farrell
Edward Madden
Geologie-Techniker
Fisher
Garland Thompson
Transporter-Techniker
Wilson
Don Eitner
Kirks Double |
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